1292 Seiten Bayreuth

 

Die Bayreuther Festspiele gelten als die ältesten Opernfestspiele. Dennoch gibt es bis heute kein Standardwerk zu ihrer Geschichte. Diese Lücke füllen nun die beiden Bände des renommierten Wagner- und Bayreuth-Fachmanns Oswald Georg Bauer. Auf 1292 Seiten und reich illustriert spannen sie den weiten Bogen von der ersten Idee Richard Wagners im Jahr 1850 über den Bau des Festspielhauses, die ersten Festspiele 1876, Alt- und Neubayreuth bis hin ins Jahr 2000, heißt es in der Mitteilung des Deutschen Kunstverlages, wo das Werk pünktlich zu Beginn des diesjährigen Festivals erschienen ist. Es schließt mit der Ära von Wolfgang Wagner, an der der Autor als sein langjähriger Mitarbeiter beteiligt war. Geschildert wird nicht nur die wechselvolle Geschichte auf dem Grünen Hügel. Es wird zudem jede einzelne Inszenierung und ihre Resonanz in der Presse ausführlich beschrieben und durch zahlreiche Abbildungen anschaulich gemacht. Eine klare Gliederung ermöglicht dem Leser, überall leicht in das Buch einzusteigen und es auch als Nachschlagewerk zu benutzen. Diese Publikation ist das Ergebnis langjähriger Forschungen des Autors, der auch Leiter des Pressebüros der Festspiele gewesen ist. Er hat dafür alle verfügbaren Quellen in Archiven, Sammlungen und Bibliotheken ausgewertet, darunter sämtliche Bestände im Festspielhaus und im Nationalarchiv im Haus Wahnfried, und dabei viele neue Erkenntnisse gewonnen, wie der Verlag betont. (Red.)

Die Geschichte der Bayreuther Festspiele, Deutscher Kunstverlag 2 Bände, zusammen 1292 Seiten mit 1111 meist farbigen Abbildungen, 23,5 x 32,5 cm, Hardcover im Schuber, ISBN: 978-3-422-07343-2. Eine ausführliche Rezension folgt.