Archiv für den Monat: Mai 2013

Ariadne auf Naxos aus Wien 1976

 

1976 galt diese Besetzung für eine Ariadne auf Naxos als eine ideale – an der Wiener Staatsoper singen nun bei orfeo (C817 1121) Gundula Janowitz, Edita Gruberova und James King unter Karl Böhms erfahrener Leitung. Opernliebhaber pilgerten an die Staatsoper für diese Premiere, die auch nach heutigen Gesichtspunkten einmal mehr unerreicht scheint, denn auch mit Agnes Baltsa als stürmischem Komponisten und dem köstlichen Barry McDaniel als Harlequin neben Erich Kunz (100 Jahre Wien), Gerhard Unger und anderen ist der Wiener Sängerhimmel der Träume geöffnet. Ach, was waren das noch Zeiten! G. H. 

Daniel Hauser

 

Das musikalische Interesse wurde bei Daniel Hauser durch das Elternhaus bereits in der frühen Kindheit geweckt, im praktischen Sinne aber nicht konsequent weiterverfolgt. Stattdessen setzte sich die zunehmende Hinwendung zur Geschichte schließlich durch, mündete in einem eben solchen Studium (zeitweilig neben Kulturgeschichte des Christentums und Kunstgeschichte) und wurde mit Promotion abgeschlossen. Sein Zugang zur Musik erfolgt nicht zuletzt deswegen auch gerade immer unter historischen Gesichtspunkten, nicht aus der Warte des ausübenden Musikers. Trotz der damit verbundenen Verortung in der akademischen Fachwelt entdeckte er ein gewisses Händchen für journalistische Themen, die leichter an den Laien herangehen. Musikalischer Fixpunkt ist seit beinahe von Anfang an Richard Wagner, was ein Interesse für die fremdsprachige Oper, besonders die italienische und französische des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, freilich nicht ausschließt. Aber auch die leichtere Musik von der Spieloper bis hin zur Operette scheidet für ihn keinesfalls grundsätzlich aus. Daneben dominiert zweifellos die Sinfonik mit einem besonderen Fokus auf Beethoven, Schumann, Tschaikowski, Sibelius und Schostakowitsch.